„Eine Top-Chorleiterin“
Im Jahr 2000 hat sich Francesca entschlossen, in Lindlar noch heimischer zu werden und ihre Liebe zum Jazz in ihre neue Heimat zu bringen. Im Haus der Begegnung hat sie Mittwoch abends einen Chor angeboten.
In Lindlar gab es viele, die gerne in einem Jazz-Chor singen wollten – zur Not auch „schräg“ und mit einer Major 7. Letzteres mussten viele allerdings erst lernen.
Die Gemeinschaft bringt Francesca viel Freude, aber vielleicht auch ein bisschen Kummer, etwa wenn sie mit viel Geduld und Herzblut versucht, den nicht-musikalischen Austausch untereinander zu unterbinden und gleichzeitig unsere musikalischen Fähigkeiten zu erweitern. Ihr italienisches Temperament kommt dabei nur selten zum Einsatz.
Sie ist eine Top-Chorleiterin, die uns leise Töne schätzen gelehrt, Rhythmusgefühl für uns erfahrbar gemacht und bei uns die „1 und 3“ durch die „2 und 4“ ersetzt hat. Sie lässt uns „mollige“ und „durige“ Melodien unterschiedlich interpretieren und führt uns dahin, musikalisch aufeinander zu hören und „fremde“ Stimmlagen wahrzunehmen.
Wie es der Lauf der Zeit mit sich bringt, gab es unter den Chormitgliedern aus den unterschiedlichsten Gründen auch ein Kommen und Gehen. Dass unser Gemeinschaftsgefühl dabei immer erhalten blieb, verdanken wir unserer einzigartigen Chorleiterin, der gerade dies immer sehr wichtig ist.